Der Filmclub Münster ist der älteste noch existierende Filmclub Deutschlands. Im Juni 1948 wurde er im Umfeld der Westfälischen-Wilhelms-Universität ins Leben gerufen, um den kulturellen Film zu fördern und ein Gegengewicht zum kommerziellen Film zu schaffen. Getragen von der Filmwerkstatt Münster, den Münsterschen Filmtheater-Betrieben, dem Westfälischen Kunstverein und Burg Hülshoff – Center for Literature, gefördert durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW, organisiert der filmclub münster regelmäßig thematische Filmreihen, die im Kino Schloßtheater und an anderen Orten präsentiert werden.
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RadioQ ist Medienpartner des filmclub münster
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Der filmclub münster bietet 2026 ein Programm voller Neu- und Wiederentdeckungen mit kleinen und mit großen Filmen.
Wir haben auch wieder unsere Zuschauer aufgefordert, beim „Call for Curation“ mitzumachen und zahlreiche Menschen aus Münster haben sich mit Filmideen eingebracht, die Teil des filmclub-Programms geworden sind.
Im Zentrum des Programms steht wie immer das Jahresthema.
Im Jahresthema 2026 zeigen wir unter dem Titel „Grenzenlos“ Filme, die sich mit Grenzerfahrungen und -überschreitungen auseinandersetzen, die Geschichten des Aufbruchs und des Ankommens, von Verlust, Hoffnung und Zugehörigkeit, von Bewegungen zwischen Ländern, Sprachen und Lebensrealitäten erzählen. Gleichzeitig fragen wir: Was ist im Kino möglich, was (noch) nicht in der Wirklichkeit? Welche Bilder überwinden Grenzen, welche überschreiben Geschichte? Welche filmischen Formen sprengen Konventionen – narrative, formale, institutionelle? Können wir im Kino andere Realitäten spürbar machen, neue Zukünfte entwerfen, Utopien denken?
In der Reihe Filmplädoyer hat diesmal Alexander Scholz, Leiter der Duisburger Filmwoche, einen für ihn bedeutenden Film ausgewählt und stellt ihn mit einer persönlichen Einführung vor. Zudem bringt er zwei weitere ausgezeichnete Filme aus dem reichhaltigen Duisburger Programmarchiv mit.
In der Freifläche laufen Filme des Programms „Cinema Ost“ sowie Kooperationen mit dem Studiengang Visuelle Anthropologie, dem Projekt „poetry“ zum Internationalen Lyriktreffen sowie ein Filmabend zum 80. Geburtstag von Dieter Fietzke, dem langjährigen Leiter der Werkstatt Film/Video/Neue Medien an der Kunstakademie Münster.
Beim Jahresthema 2021 drehte sich alles um „Ausbrüche / Aufbrüche“, 2022 stand „Jede Menge Arbeit“ im Focus. 2023 präsentierten wir unter dem Titel “Re-Orientation” Filme, die gesellschaftliche Findungsprozesse darstellen. 2024 zeigten wir unter der Überschrift „Anthropocinema“ Filme, die von den teils irreversiblen Spuren des Menschen in der Welt erzählen, 2025 stand im Zeichen der „Freundschaft“.
Wir freuen uns auf andere Filme, andere Themen und andere Blicke 2026 mit dem filmclub münster!
Wir haben übrigens die 75-jährige Geschichte des ältesten noch existierenden Filmclubs 2023 ausgiebig gefeiert – und unter anderem ein Buch zur Historie des Filmclubs in Münster (und darüber hinaus) herausgegeben: „Andere Blicke – 75 Jahre filmclub münster“.