WAVES / Vlny (OmdtU) | 23. März

Prager Frühling 1968 – Während der Journalist Tomáš vom Staatssicherheitsdienst zur Kooperation gezwungen wird, verteilt sein jüngerer Bruder Pavel antisowjetische Flugblätter

© Urban Sales

Cinema Ost – Osteuropa im Spiegel des Films

In der ČSSR herrscht Staatssozialismus und die totalitäre Regierung steht unter dem Einfluss des Kremls in Moskau. Tomáš arbeitet beim tschechoslowakischen Radio, wo sein Chefredakteur Schritt für Schritt gegen die Zensur kämpft. Mit dem Prager Frühling 1968 kommt endlich Veränderung, man darf jetzt auch andere Nachrichtendienste abonnieren, nicht nur sowjetische und inländische. Doch Moskau gehen die Prager Reformen zu weit. Tomáš wird vom Staatssicherheitsdienst zur Kooperation gezwungen und hat Angst um seinen jungen Bruder Pavel, der auf der Straße antisowjetische Flugblätter verteilt. Mit dem Einmarsch der Warschauer Pakt-Truppen in die ČSSR im August 1968 ist es mit der neuen Freiheit vorbei. Draußen kommt es zu Straßenschlachten und Toten. Der zunehmend politisierte Tomáš und seine Kolleg:innen senden jedoch aus dem Untergrund weiter und dokumentieren in mehreren Sprachen das Geschehen, für die einheimische Bevölkerung ebenso wie für Hörer:innen im Ausland.

Vor dem Hintergrund des aktuellen Krieges in der Ukraine ist der Film besonders relevant. Er vergegenwärtigt das nationale Trauma des von der Sowjetunion befohlenen Einmarsches 1968.

Czech Lion Awards: Bester Film
Karlovy Vary Film Festival: Publikumspreis


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