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Filmplädoyer von Milena Täschner
Warschau 1939: Luftwaffenoffizier Sobinski soll verhindern, dass der Spion Prof. Siletzky eine Liste der Namen von Mitgliedern einer Untergrundorganisation der Gestapo übergibt. Mit einer Theatergruppe kann er den Professor in eine Falle locken und töten. Doch es existiert eine Kopie der Liste …
Die Komödie mit Elementen von Thriller und schwarzem Humor basiert auf dem Theaterspiel „Noch ist Polen nicht verloren“ – dem Namen der polnischen Nationalhymne – des ungarischen Dramatikers Melchior Lengyel.
Während Sein oder Nichtsein bei seiner Veröffentlichung kontrovers diskutiert wurde, gilt er heute bei der Filmkritik als brillanter Komödienklassiker.
„Aus diesem Stoff, der halb Hahnrei-Farce, halb Widerstandsdrama ist und halb (falls es eine dritte Hälfte gäbe) Theaterklamotte, hat der europäische Emigrant die perfekteste Hollywood-Komödie überhaupt geschaffen, eine Mischung aus Frivolität und Moral, aus politischem Witz und Dekadenz. Einen Film, der alle seine Situationen so oft umkehrt und spiegelt, bis das Unterste zuoberst ist; einen Film, der mit einem falschen Hitler den echten so treffend einfing, wie der nie sein konnte – vielleicht von Chaplins Großem Diktator abgesehen.“ Hellmuth Karasek, Der Spiegel
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