KURZ UND SCHMERZLOS | 7. Oktober

Tugsal Mogul hält das Filmplädoyer zu Fatih Akins Hamburger Gangsterfilm von 1998 – eine kleine Perle des deutschen Films

Regie: Fatih Akin, Deutschland 1998, 99 min., FSK 16, mit Mehmet Kurtulus, Aleksandar Jovanovic, Adam Bousdoukos, Regula Grauwiller, Ralph Herforth u.a.
Deutsche Originalversion

Früher waren sie eine Gang in Hamburg-Altona: der Türke Gabriel, der Serbe Bobby und der Grieche Costa – drei unzertrennliche Freunde, die schon einige brenzlige Situationen gemeinsam durchstehen mussten. Doch als Gabriel aus dem Gefängnis entlassen wird, ändert sich alles. Er hat die Schnauze endgültig voll von krummen Dingern, will endlich erwachsen werden.

Doch er muss sehr bald erkennen, dass das mit diesen Freunden gar nicht so einfach ist: Costa hält sich weiterhin mit kleinen Diebstählen über Wasser und Bobby versucht, bei der Mafia einzusteigen. Dabei macht er die Bekanntschaft mit dem albanischen Paten Muhamer, der ihn als Mittelsmann für einen gefährlichen Waffendeal einsetzen will. Dass allerdings bei der Mafia andere Spielregeln gelten als auf der Straße, muss Bobby bald am eigenen Leibe erfahren. Als auch Costa von Bobby mit in die dunklen Machenschaften der Mafia verstrickt werden, wirft Gabriel seine Vorsätze über Bord und entschließt sich, zu handeln. Mit der Waffe in der Hand eilt er seinen Freunden zu Hilfe…

Der 25-jährige deutschtürkische Regisseur Fatih Akin erinnert sich in seinem Spielfilmdebüt „Kurz und schmerzlos“ an seine eigene Jugendzeit in Hamburg-Altona, die er meist mit seinen beiden Freunden in einer Gang verbrachte. Um die überhöhte Figur seines Alter ego Gabriel hat er eine fiktive Geschichte konstruiert, die mit allen Zutaten des einschlägigen Genrekinos gewürzt ist. (filmdienst)

Montag, 7. Oktober 2024 | Schloßtheater | 20:00 Uhr

Mit Filmplädoyer von Tugsal Mogul.

Tuğsal Moğul, 1969 in Neubeckum geboren, ist Regisseur, Schauspieler, Theaterautor und Arzt.
Nach dem Abitur begann Moğul zunächst, Medizin zu studieren. Nach dem 1. Staatsexamen nahm er parallel dazu an der Hochschule für Musik und Theater Hannover ein Schauspielstudium auf. Nach dem erfolgreichen Abschluß beider Studien arbeitete er in Berlin erst als Arzt. 2008 gründete er mit den den Künstler*innen Bettina Lamprecht, Carmen Dalfogo, Stefan Otteni, Dietmar Pröll und Ariane Salzbrunn das Ensemble „Theater Operation“. Sein Debütstück „Halbstarke Halbgötter“ wurde auf medizinischen Kongressen, in deutschen Theater und auf Festivals gezeigt. Ein weiterer Schwerpunkt seiner künstlerischen Arbeit ist die in der Auseinandersetzung mit Migration, Rassismus und Rechtsextremismus. Neben seiner Theaterarbeit ist Moğul weiterhin als Arzt tätig. (Quelle: nachtkritik.de)


Nach dem Klick läd externer Inhalt von youtube.com