KOYAANISQATSI | 13. Mai

Tiefgründige Gegenüberstellung der stillen Schönheit der Natur und des unaufhörlich pulsierenden Lebens unserer modernen Großstädte

Regie: Godfrey Reggio, Musik: Philip Glass, USA 1982, 86 min., FSK ab 6, Originalversion ohne Dialog

Großartige Landschaftsaufnahmen, geniale Verfremdungseffekte (extreme Zeitlupen oder Zeitraffer) und die hypnotische Musik (von Philip Glass) verschmelzen zu einer Vision, die unter die Haut geht. Der Mensch mit seiner technisierten Zivilisation prallt in einer apokalyptischen Vision auf die Natur. Kamerafahrten über atemberaubende Landschaften und fantastische Aufnahmen von Wolken werden abgelöst von den Statussymbolen der technischen Welt, von menschenleeren Fabrikhallen, in denen Roboter die Arbeit erledigen, bis zu verstörend schönen Bildern von Raketenstarts und Atompilzen. Wolken am Himmel: Sie spiegeln sich in den gläsernen Fassaden der Hochhäuser, die endlos in den Himmel ragen. Unten, in den Straßenschluchten, scheint kein Sonnenlicht mehr anzukommen. Dort bewegen sich anonyme Menschenmassen im Gleichtakt, stehen Autos dicht an dicht in den Straßen, geben Maschinen den Rhythmus an. Dieser Film, der ohne ein gesprochenes Wort auskommt, ist eine einzigartige, tiefgründige Gegenüberstellung der stillen Schönheit der Natur und des unaufhörlich pulsierenden Lebens unserer modernen Großstädte. „Koyaanisqatsi“ ist ein Wort der Hopi und bedeutet „Leben ohne Gleichgewicht“.

Der Film von Godfrey Reggio wurde über sieben Jahre hinweg gedreht und 1982/83 veröffentlicht. Er ist der erste Teil einer Trilogie, es folgten „Powaqqatsi“ (1988) und „Naqoyqatsi“(2002).

Experimentaler Dokumentarfilm über den Mißbrauch der Erde durch den Menschen. Die filmische Meditation und Prophezeiung warnt vor einer entstellten Gesellschaft und ruft zu Veränderung, Selbstbesinnung und Rückkehr/Aufbruch zu Werten einer Kultur auf, die humane und religiöse Werte und gefühls- wie vernunftmäßiges Handeln einschließt.“ (Filmdienst)

„Augen und Ohren ganz weit aufsperren und sich durchströmen, berauschen lassen“ (Der Spiegel)

Montag, 13. Mai 2024| Schloßtheater | 20:00 Uhr


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