IN DEN UFFIZIEN | 1. Juni 2026

Der Dokumentarfilm von Corinna Belz & Enrique Sánchez Lansch beleuchtet das Spannungsfeld zwischen Kulturerbe und postmoderner Gesellschaft.

© Piffl Medien

Jahresthema – kuratiert und mit Einführung von Ursula Frohne | Gespräch mit Filmemacherin Corinna Belz – moderiert von Corinna Kühn und Berit Hummel.

Der Film zeigt die ungebrochene Anziehungskraft des Florentiner Museums mit der weltweit bedeutendsten Sammlung an Renaissancekunst und die Arbeit hinter den Kulissen als eine kollektive Anstrengung, eine nie endende, passionierte Sorge um die Erhaltung jahrhundertealter Meisterwerke bei gleichzeitiger Neuerung.

In den Uffizien eröffnet Zugänge zum Kuratorischen, indem er zeigt, wie Entscheidungen oftmals in Form kleiner, unscheinbarer Eingriffe neue Perspektiven auf Kunst eröffnen und ermöglichen. Der Film begleitet Museumsdirektor Eike Schmidt, der den digitalen Wandel für die Uffizien wesentlich prägte, bei Gesprächen mit Künstler:innen, Restaurator:innen und technischem Personal sowie bei der Planung einer Ausstellung mit Skulpturen von Antony Gormley. Die komplexen Prozesse hinter Ausstellungen lassen erahnen, wie kuratorisches Arbeiten über institutionelle, geografische und mediale Grenzen hinauswirkt. Im Mittelpunkt stehen dabei die in den Uffizien gezeigten Werke der Renaissancekunst – und deren Bezug zum Museumspublikum. Die Übersetzung kuratorischer Prozesse in das Medium Film schafft auf diese Weise einen Zugang zu einer für Besucher:innen der international bedeutendsten Sammlung von Renaissancekunst üblicherweise verborgenen Seite.

In Kooperation mit der Uni Münster & im Rahmen des Seminars von Ursula Frohne „Die Ausstellung – ein Format im Wandel“. Gefördert durch die „Kolleg-Forschungsgruppe ‚Zugang zu kulturellen Gütern im digitalen Wandel‘“ und die Deutsche Forschungsgemeinschaft. 

Der Dokumentarfilm, ein gemeinsames Projekt von Corinna Belz (Gerhard Richter – Painting) und Enrique Sánchez Lansch (Rhythm Is It!) wechselt immer wieder geschickt vom großen Ganzen ins Kleine, von der Institution zu einer der vielen Personen, die dort arbeiten, von der Totalen in die Großaufnahme; er hält das Umwerben amerikanischer Kunstförderer ebenso fest wie Schmidts Insistieren beim Finden des richtigen Grüntons für die Wand, vor der Tizians »Venus von Urbino« erstrahlen soll – bereits zwölf Farbschichten wurden aufgetragen. (epd-film)


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