FRAUEN IN BERLIN | 23. November

Eine indische Filmstudentin filmt Frauen, die mit seltener Offenheit über ihr Leben sprechen – ein einmaliges Zeitdokument!

(a) Arsenal Filminstitut

Jahresthema

Ein Film aus Ostberlin 1981, mit abenteuerlicher Überlieferungsgeschichte. Die indische Austauschstudentin Chetna Vora, filmte Frauen, die mit seltener Offenheit und in langen, kaum geschnittenen Einstellungen über ihr Leben sprachen.

Frauen in Berlin gilt als einer der offensten Dokumentarfilme über das Leben von Frauen in der DDR.

Ein Film als Rohfassung zudem, projiziert auf eine improvisierte Leinwand, abgefilmt auf VHS, von dort nun in einem Projekt der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF restauriert.

Ein Film aus Ostberlin 1981, mit abenteuerlicher Überlieferungsgeschichte. Die indische Austauschstudentin Chetna Vora, die ein Jahr zuvor in Oyoyo ihre internationalen Kommiliton*innen im Wohnheim der Hochschule für Film und Fernsehen der DDR interviewte und dabei eine intime, offene, gemeinschaftliche Atmosphäre schuf, sprach nun mit deutschen Muttersprachlerinnen, Frauen in Berlin. Auch hier war die Privatsphäre der Schlüssel für eine besondere Redesituation, in der sich – stets auf Augenhöhe – ungezwungene, ungestellte Gespräche ereignen konnten. Küchengespräche meist. Ein Film als Rohfassung zudem, mit teils ungeschnittenen Sequenzen, langem Reden und Zuhören, was schön ist, bleiben doch die Spuren des Assoziativ-Authentischen. Aus unterschiedlichen Milieus sind die Frauen, jung bis alt. Reales Frauen-Leben in der DDR. Caretaking, Kinderkriegen, Arbeit, Wohnen, Erziehen, Binden, Trennen, Lieben. Rock ’n’ Roll am Fenster. Überlebt haben diese Offenbarungen durch aus der Hochschulverwahrung eigenmächtig entwendetes Filmmaterial, projiziert auf eine improvisierte Leinwand, abgefilmt auf VHS, von dort nun in einem Projekt der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF restauriert. Berlinale Katalog