(a) MFA Film
Filmplädoyer von Eva Wilson, Kuratorin der Skulptur Projekte
Kaum hat sich die kleine Katze den Schlaf aus den Augen gerieben, muss sie erschrocken feststellen, dass eine gewaltige Flut die alte Welt unter sich begräbt. Gerade noch so rettet sie sich auf ein Segelboot, wo nach und nach auch weitere Tiere Zuflucht finden. Schon bald wird klar: Ihre Verschiedenheit ist ihre Stärke und gemeinsam stellen sie sich den Herausforderungen der neuen Welt.
Der lettische Originaltitel „Straume“ bedeutet „Strom, Strömung“. Der Animationsfilm setzt Zilbalodis’ Kurzfilm „Aqua“ thematisch und erzählerisch fort und erzählt die Geschichte einer Gruppe von Tieren, die sich in einer Welt nach einer Katastrophe zurechtfinden. Er kommt ohne Sprache aus und verwendet nur Tierlaute.
Premiere bei den Internationalen Filmfestspielen in Cannes
Oscar 2025 bester Animationsfilm, ebenfalls nominiert als bester Internationaler Film
Europäischer Filmpreis 2024 und Golden Globe Awards 2025 als bester Animationsfilm.
„Flow“ funktioniert als kindgerechter Film über die Kraft von Freundschaft und Solidarität, gerade angesichts bedrohlicher Situationen. Zugleich ist „Flow“, ohne belehrend zu wirken, ein erwachsenes filmisches Plädoyer für die Schönheit, den Wert und die Würde alles Lebendigen und eine Warnung vor der Verletzlichkeit und möglicher menschengemachter Vernichtung der natürlichen Grundlagen. Es wird kein Zufall sein, dass neben vertrauten Haustieren wie Hund und Katze die Hälfte der Crew auf der Liste der gefährdeten oder sogar vom Aussterben bedrohten Tiere zu finden ist. (Julia Helmke, epd film)
„Ich wollte eine Geschichte darüber erzählen, wie es ist, zusammenzuarbeiten und sich aufeinander verlassen zu können. Es ist auch meine Geschichte, denn ich habe lange Zeit ganz allein gearbeitet und fand, die Katze war das perfekte Abbild für jemanden, der wie ich als unabhängiger Charakter beginnt, und lernt, anderen zu vertrauen. Regisseur Gints Zilbalodis (NDRkultur)
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