Regie: Robert Bramkamp, BRD 1987, 90 min., mit Christin König, Josef Drees, Henry Spencer, Heinrich Hüser, Dorothee Busch, Bernhard Wutka, u.a.
Deutsche Originalfassung
Der erste abendfüllende Spielfilm von Robert Bramkamp: Jungbauer Bernd hat Sorgen mit dem väterlichen Hof. Man steht vor der Pleite. Ein Freund hat die rettende Idee: „Die Nichtproduktion der Überschüsse darf sich von der Produktion des Bedarfs nicht erkennbar unterscheiden“. Das hat natürlich etwas mit den dunklen Abgründen der EG zu tun – angestrebte Nullproduktion.
In Rotterdam lernt Bernd einen holländischen Kühlhausbesitzer kennen, der ein imaginäres, doch real bezahltes Enddepot für Fleisch betreibt. Fortan existieren die von Bernd gelieferten Schweine nur noch auf Papier. Dazwischen immer wieder Bilder von der Chinesischen Kulturrevolution. Gibt es Parallelen mit dem Leben auf dem Lande? Nicht nur die Landwirtschaft, sondern auch die Frauen wandeln sich. Bernds Freundin will zur Schauspielschule. Aus Kleists „Penthesilea“ deklamiert sie, da geht es bekanntermaßen um den Machtkampf zwischen Frau und Mann.
„…jede Sequenz prägte sich ein durch ihre Dichte und Stimmigkeit, was die menschlichen Beziehungen und die Atmosphäre betraf. Viel Originalität war im Spiel, viel Humor, eine ganz offensichtliche Liebe zum Münsterland und ein begründeter Hass auf eine Steuer- und Subventionspolitik, die Monokulturen schafft, landwirtschaftliche Überschüsse sinnlos vernichtet und Arbeitsethos in kriminelle Energie umwandeln kann.“ FR
Der in Berlin lebende Regisseur Robert Bramkamp kommt für ein Filmgespräch nach Münster, die Moderation übernimmt Kim Münster vom Filmbüro NW.
Sonntag, 30. November 2025 | Schloßtheater | 20:00 Uhr


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