BAUM DER WÜNSCHE / ნატვრის ხე Natwris che (OmdtU) | 29. März

Bildgewaltige Verfilmung von Georgi Leonidses Erzählung – ein poetisches Panorama menschlicher Schicksale zwischen Tradition und Fortschritt

(c) Tengis Abuladze

Cinema Ost – Osteuropa im Spiegel des Films

In der bildgewaltigen Verfilmung von Georgi Leonidses Erzählungen entfaltet sich eine tragische Romanze im vorrevolutionären Georgien. Der Film zeichnet das Porträt eines Dorfes, das zwischen tiefem Aberglauben und archaischen Traditionen gefangen ist. Im Zentrum steht die Liebe zwischen Marita und Gedija, die an den starren Regeln der Gesellschaft zerbricht: Marita wird zur Ehe mit einem wohlhabenden Mann gezwungen. Als das Paar trotz des Verbots zueinanderfindet, statuiert die Dorfgemeinschaft ein grausames Exempel. Die Schande und Gewalt führen beide in den Tod, während am Ende rote Granatapfelblüten als melancholisches Symbol der Hoffnung und des Leids zurückbleiben.

Tengis Abuladzes Film ist mehr als eine Liebes- oder Dorfgeschichte – der Film verwebt Tragik, Komik, Legende und Symbolik zu einem poetischen Panorama menschlicher Schicksale zwischen Tradition und Fortschritt in einer Gesellschaft im Wandel. Er zählt zu den berühmtesten sowjetisch/georgischen Filmen seiner Zeit.

Hauptpreis beim All-Union Film Festival und „Golden Aurochs“ beim VI. Filmfestival in Teheran1978, Spezialpreis beim Internationalen Filmfestival von Karlovy Vary


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