Der andere Blick.

Im Jahr 2023 feiert der filmclub münster sein 75-jähriges Jubiläum. Damit ist er der älteste noch existierende Filmclub Deutschlands!

Wir nehmen das Jubiläum zum Anlass, nicht nur spannende Filme zu zeigen und zu diskutieren, sondern auch einen Blick in die Geschichte des filmclubs münster zu werfen und zugleich dessen Zukunft zu diskutieren.

Wir freuen uns auf andere Filme, andere Themen und andere Blicke 2023 mit dem filmclub münster

Programm erstes Halbjahr 2023

JAHRESTHEMA: RE-ORIENTATION

Im Rahmen des JAHRESTHEMAS greifen wir einen zentralen Begriff der Gründungsgeschichte des Filmclubs auf. Unter dem Titel “Re-Orientation” wollen wir Filme zeigen und in Bezug zueinander setzen, die gesellschaftliche Findungsprozesse darstellen.

  • WIE WERDE ICH DEMOKRAT? | 6. Februar
    Aus Archivmaterial montiertes authentisches, spannendes und facettenreiches Bild von Aufbau und Neubeginn – anschließend Filmgespräch mit Dieter Reifarth.
  • DIE UNBEUGSAMEN | 6. März
    Eine einzigartige filmische Zeitreise mit zahlreichen Pionierinnen der Bonner Republik, ein „unfassbares Dokument über Sexismus und Männerbünde gegen Frauen als Politikerinnen“.
  • SKRIVÁNCI NA NITI // LERCHEN AM FADEN | 3. April
    Jiří Menzel erhielt für diesen Film 1968 ein Berufsverbot. Erst nach dem Mauerfall wurde die meisterhafte Satire aufgeführt und gewann 1990 den Goldenen Bären auf der Berlinale.

FREIFLÄCHE

Das Programm FREIFLÄCHE umfasst mehrere kleine Reihen und Einzelscreenings. Wir zeigen Abschlussfilme des Masterprogramms Visuelle Anthropologie. Wir setzen die Kooperation mit dem Sonderforschungsbereich Recht und Literatur der Uni Münster fort, in dessen Fokus Filme stehen, die ganz unterschiedliche Facetten rechtlicher Auseinandersetzungen aufzeigen. Zudem spielen wir in Zusammenarbeit mit dem Netzwerk Filmkultur NRW Filme aus der Reihe „Still home: Ukrainische Filme aus den besetzten Gebieten“.

FILMPLÄDOYER

Beim monatlichen FILMPLÄDOYER präsentieren Vertreter*innen aktueller und ehemaliger Partnerinstitutionen des filmclub münster einen für sie wichtigen Film, treten für ihn ein und diskutieren darüber gemeinsam mit dem Publikum.

  • SPRING BREAKERS | 27. Februar
    Exzessiv, ausgelassen überdrehter Filmtrip, vier Freundinnen stürzen sich ins Abenteuer und taumeln von einem Exzess zum nächsten – mit Filmplädoyer von Max Neumann
  • ELFRIEDE JELINEK – DIE SPRACHE VON DER LEINE LASSEN | 24.April
    Umfassende Kino-Dokumentation, die vom Menschen Elfriede Jelinek erzählt und sich mit ihrem Werk, künstlerischen Einflüssen und gesellschaftlichem Kontext auseinandersetzt – mit Filmplädoyer von Jenny Bohn
  • LOST IN TRANSLATION | 29. Mai
    In einer schlaflosen Nacht lernen sich Bob und Charlotte an der Bar eines Luxushotels in Tokio kennen. // Filmplädoyer von David Kluge

SONDERPROGRAMME auf der FREIFLÄCHE

  • PUSHING BOUNDARIES | 21. März
    –Still home: Ukrainische Filme aus den besetzten Gebieten — Der Film begleitet ukrainische paralympische Athlet*innen, deren Trainingslager auf der Krim 2014 annektiert wird, nach Sotschi.
  • BACHENNYA METELYKA // BUTTERFLY VISION | 28. März
    — Still home: Ukrainische Filme aus den besetzten Gebieten — Maksym Nakonechnys Spielfilmdebüt “Butterfly Vision” positioniert sich erfolgreich inmitten einer Welle neuer ukrainischer Filme über den Krieg und zeigt dabei ein weibliches Gesicht.
  • THE GOLD RUSH // GOLDRAUSCH | 24. Juni
    — filmclub-Tag im Westfälischen Kunstverein — Vor 75 Jahren war dies der erste Film, der im filmclub münster gezeigt wurde: Charlie Chaplins Stummfilm-Klassiker von 1925 mit dem legendären Brötchentanz und der Mahlzeit mit gekochtem Stiefel.