FUTUR DREI | 28. August

FILMPLÄDOYER von Jörg Albrecht
In seinem autobiographischen Regiedebüt erzählt Faraz Shariat authentisch und zugleich wundersam überhöht vom queeren Heranwachsen eines Einwanderersohns in Deutschland.

Regie: Faraz Shariat, Deutschland 2020, 92 min., FSK 16
Mit Benjamin Radjaipour, Banafshe Hourmazdi, Eidin Jalali, u.a.
Originalfassung in Deutsch und Farsi mit deutschen Untertiteln

Parvis wächst als Kind der Millenial-Generation im komfortablen Wohlstand seiner iranischen Einwanderer-Eltern auf. Dem Provinzleben in Hildesheim versucht er sich durch Popkultur, und Raves zu entziehen. Nach einem Ladendiebstahl leistet er Sozialstunden als Übersetzer in einer Unterkunft für Geflüchtete. Dort trifft er auf das iranische Geschwisterpaar Banafshe und Amon. Zwischen ihnen entwickelt sich eine fragile Dreierbeziehung, die zunehmend von dem Bewusstsein geprägt ist, dass ihre Zukunft in Deutschland ungleich ist.

Das ist eine wichtige Kehrtwende im deutschen Film – weg von Betroffenheitserzählungen und Feelgood-Komödien, die Geschichten von Flüchtlingen oder Migranten entweder emotional ausschlachten oder als Gagmaschine benutzen. (Süddeutsche Zeitung)

Samstag, 28. August 2021 | Westfälischer Kunstverein | 21 Uhr

Eintritt frei, Anmeldung unter: info@westfaelischer-kunstverein.de


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